Aktuelle Seite: HomeAbteilungKooperationenSBU

TV 1860 Bad Windsheim Volleyball und SB Uffenheim fädeln Coup ein

Bad Windsheim/Uffenheim. Den Volleyballabteilungen des TV 1860 Bad Windsheim sowie der SB Uffenheim ist es gelungen, sich auf ein vollständiges Kooperationskonzept zu verständigen. Beschlossen wurde diese Zusammenarbeit in allen Bereichen Anfang Februar 2016, damit die Umsetzung bereits ab dem Ende der Spielzeit 2015/2016, also Mitte März, möglichst frühzeitig starten kann, um so schon in der folgenden Saison ab Oktober hoffentlich erste positive Auswirkungen verfügbar haben zu können.

Anfangs standen mehrere Gespräche in sehr offener Atmosphäre und ohne persönliche oder vereinsbezogene Eitelkeiten, da es beiden Seiten vor allem um das Wohl und die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ging, zwischen der designierten Abteilungsleiterin Deborah Bilke aus Uffenheim und dem Sportlichen Leiter des TV 1860 Bad Windsheim Volleyball, Matthias Kienzle. In diesen ging es um Ziele, Wünsche, Voraussetzungen, Möglichkeiten, aber auch um Schwierigkeiten bei der Umsetzung in der sportlichen Arbeit. Schnell war beiden Beteiligten klar, dass man sich vermutlich sehr gut ergänzen wird, wenn beide Volleyball-Abteilungen zusammen arbeiten. Wichtig war dabei von Anfang immer der Aspekt, dass sich beide Vereine durch ein Geben und Nehmen als Gewinner dieses Zusammenwirkens fühlen sollen. Da auch von Seiten des Abteilungsleiters Volleyball des TV, Hans Schmidt, nichts gegen diese Kooperation sprach und der Trainer der ersten Damenmannschaft der SBU, Ralf Lischka, die Einschätzungen teilte, war man sich insgesamt schnell einig.

 
Da der TV 1860 Bad Windsheim die strukturellen Voraussetzungen und das Wissen einer erfolgreichen Jugendarbeit einbringen kann, wird die Kooperation unter der Federführung von Matthias Kienzle stehen. Damit wird der TV 1860 Bad Windsheim auch seinem Auftrag als Zertifizierter Stützpunkt des Bayerischen Volleyball-Verbandes gerecht, nämlich die Sportart Volleyball in der gesamten Region weiterzuentwickeln.
 
Das vorrangige Ziel wird es nun sein, die Jugendarbeit in Uffenheim, wofür man selbst bereits hervorragende Grundvoraussetzungen einbringt - viele sportbegeisterte Jugendliche, Hallenkapazitäten, ausgebildete Trainer, etc. -, in möglichst kurzer Zeit auf das Niveau der Windsheimer Arbeit anzugleichen. Um dies zu erreichen, erhält Uffenheim kompletten Wissenstransfer, Zugriff auf die organisatorischen Strukturen sowie, wo notwendig, aktive Unterstützung bei der Entwicklung der eigenen Strukturen. Beide Seiten sind zu der Überzeugung gekommen, dass ohne diesen Schritt alle weiterreichenden Ziele nicht erreicht werden können.
 
Zu vermuten sind auch bereits in der nächsten Saison erste Synergieeffekte auf beiden Seiten. Hier will man allerdings bewusst ergebnisoffen bleiben, gemäß dem Motto „Alles kann geschehen, nichts muss erzwungen werden“, schließlich sind es nicht nur ein paar Personen, sondern zwei Vereine, die sich kennenlernen müssen. Am wichtigsten bleibt das langfristige Ziel beider Abteilungen: Wenn die angestrebte Entwicklung in Uffenheim den gewünschten Erfolg zeigt, kann es die in Bad Windsheim schon angelegten Entwicklungsschritte seinerseits beschleunigen. Damit soll es möglich werden, wenn man die Entwicklung vollständig zusammengeführt hat, sowohl langfristig und stabil wie auch insgesamt höherklassig zu spielen.
 
Natürlich ist das Projekt sehr ambitioniert, aber es sind wesentlich weniger negative als positive Aspekte zu erkennen. Insofern können die Chancen, dass es gelingt, als sehr hoch eingeschätzt werden. Wer aus Bad Windsheim, Uffenheim und Umgebung an diesem Projekt - ob als Jugendlicher oder Erwachsener - aktiv partizipieren will, ist gerne willkommen.
 
Nach dem Start der Kooperation im Jahr 2016, in dem vor allem der Wissensaustausch unter den Verantwortlichen, das Weiterentwickeln der Strukturen im organisatorischen Bereich und ein Intensivieren der Jugendarbeit speziell bei der SB Uffenheim im Vordergrund standen, wurden im Jahr 2017 die ersten Schritte unternommen, die gemeinsame Arbeit beider Vereine nun zum beiderseitigen Nutzen und ein Wir-Gefühl unter den SpielerInnen voranzutreiben. So finden nun für zwei Teams beider Vereine einmal im Monat je eine gemeinsame Trainingseinheit sowie punktuell gemeinsame Trainingslager statt. Erfreulich  ist dabei, dass das dadurch erreichte differenzierte und höhere Niveau von allen Seiten sehr schnell als leistungsfördernd und positiv empfunde und entsprechend angenommen wurde. Konsequenz ist, dass mit den Damen 2 ein Team, das überwiegend aus Nachwuchsspielerinnen besteht, in der Saison 2017/2018 als Spielgemeinschaft im offiziellen Spielbetrieb in Angriff genommen werden konnte und sich auch bei der U20 weiblich ein Zusammenwirken im Rundenbetrieb ergeben hat. So haben sich hier für beide Seiten Möglichkeiten ergeben, die isoliert nicht oder nur schwer umsetzbar gewesen wären.